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Wohnhaus in Pasing
Standort München
Jahr 2005
Bauherr privat
Design Lydia Haack + John Höpfner. Architekten
Anbau und Modernisierung eines 1934 errichteten Satteldachhauses am Pasinger Stadtpark. Der Anbau konnte baurechtlich nur
nach Süden zur Wohnstrasse hin erfolgen, daher galt es die unterschiedlichen Faktoren wie Privatheit, Blend- und Sonnenschutz, ebenso wie den Umgang
mit einem gegenüber liegenden Baudenkmal zu beachten. Der Massivbau wurde über die gesamte Breite von 8 m durch eine Holzskelettkonstruktion erweitert,
das Dach verlängert.
Die Fassadenseiten des Anbaus sind an der Ostseite geschlossen (Sichtschutz zum Hauseingang des östlichen Nachbarn), an der Westseite transparent verglast
und zu einem hinter der Garage liegenden kleinen Hof öffenbar. Die Südseite wird ebenfalls vollständig aufgeglast, erhält aber als Sicht-, Blend- und
Sonnenschutz innen - und außenliegend einen Screen aus horizontalen Holztafeln. Durch diesen hölzernen Sichtschutz wird das Volumen des Gebäudes gefasst,
die darin liegende Verglasungsebene ist optisch nicht mehr spürbar. Von Innen wirkt der bis ins Dach offene Wohnraum offen, aber hinter den horizontal
gelagerten Hölzern auch geschützt und intim. Von außen wird das Volumen des Hauses abstrakt und entmaterialisiert. Die Holzfassade spiegelt sich in dem
davor liegenden Wasserbecken. Das Haus mit Anbau wird zu einem Objekt in einer gärtnerisch gestalteten Anlage, bereichert zurückhaltend sein Umfeld und
bewahrt Abstand zu Villa und Nachbarn. |